Fallbeispiel Heilhypnose

Ein Mann, 65 Jahre alt, kommt in meine Praxis und klagt über Schlafstörungen, Mangel an Interesse an seinen geliebten Hobbys und über Probleme mit seiner Frau und seiner Tochter. Der Mann war vor kurzem in Pension gegangen, er hatte viele Jahre als Berufskraftfahrer gearbeitet. Vor seiner Pensionierung hatte er nie irgendwelche ähnlichen Probleme gehabt. Sein Berufsleben war nicht leicht, voller Stress, aber er fühlte sich wohl dabei. Nun fühlt er sich hoffnungslos, leer, wertlos und verzweifelt.

Ich riet zu einer Heilhypnose.

Nachdem ich ihn in eine Tiefenentspannung versetzt hatte, sollte er sich vorstellen, an einem sonnigen, warmen Sandstrand am schönen, blauen Meer zu liegen. Ich sagte ihm, er habe alles um sich herum, was er sich nur wünsche. Nach einer kurzen Weile brach er in Tränen aus. Er teilte mir mit, was ihm fehlte: Seine gewohnte Arbeitskleidung, sein Proviantpaket, seine Werkzeugkiste. Er war weit davon entfernt, den sonnigen Strand als seine höchste Wonne zu empfinden. Er war so mit den Nerven fertig, als ihm die Erinnerung an seine unumkehrbare Pensionierung bewusst wurde. Sein einziger Wunsch war, wieder arbeiten zu dürfen!

Im darauf folgenden Gespräch machte ich ihm den Vorschlag, sich doch nach einer Teilzeitbeschäftigung umzusehen. Nach zwei Wochen rief er mich an und erzählte mir, dass er eine Teilzeitbeschäftigung als freier Mitarbeiter bei einem Transportunternehmen gefunden habe und er nun überglücklich sei.

Nachdem eine Lösung für sein Problem gefunden wurde, war er frei von allen Symptomen und Beschwerden.